Klimaschutz geht uns alle an. Aber was steckt eigentlich dahinter? Im Beirat der Klimaschutz-Initiative CO2NTRA sitzen namhafte Klimaexperten, die erläutern, warum es wichtig ist, den Klimawandel ernst zu nehmen. Sie – ebenso wie Vertreter der geförderten Projekte - geben Tipps, was der Einzelne tun kann.
Alexander Seyboth, Geschäftsführer „Future Home“ des Thüringer Ökoherz e.V.:
„Mit dem „Future Home“ ist es unserem Verein gelungen, Klimaschutz für Kinder und Jugendliche erlern- und erlebbar zu machen. Das Ziel des transportablen Modellhauses war es, komplizierte Vorgänge wie die häusliche Stromversorgung mit regenerativen Energiequellen und die Wärmedämmung mittels nachwachsender Rohstoffe begreifbar zu machen. Die Förderung der Klimaschutz-Initiative CO2NTRA erlaubte dem Verein das Projekt noch weiter auszubauen. Durch zusätzliche, spannende Experimente, die wir in die Projektvorstellung integriert haben, konnten wir die Präsentation des „Future Home“ für die Kinder noch lebendiger gestalten. Zudem hatten wir die Möglichkeit, noch mehr Schulen, Vereine und Jugendclubs zu besuchen, um die Kinder für den Klimaschutz zu begeistern und zu umweltbewusstem Handeln im Alltag zu motivieren.“
Mehr Informationen finden Sie unter www.oekoherz.de
Manuel Allgaier, Projektleiter des Wettbewerbs „Allgäuhaus – aus alt mach neu“ beim Energie- und Umweltzentrum eza:
„Unser Wettbewerb ‚Allgäuhaus – aus alt mach neu’ war ein großer Erfolg, nicht zuletzt dank der großzügigen Förderung durch CO2NTRA und unserer Sponsoren, den Allgäuer Sparkassen. Mit dem Altbau-Wettbewerb haben wir das Ziel verfolgt, die regionale Bevölkerung davon zu überzeugen, dass sich die Sanierung eines Altbaus lohnt. Die hochwertigen Wettbewerbsbeiträge haben gezeigt: Altbausanierung ist rentabel, steigert die Wohnqualität und ist sogar in denkmalgeschützten Gebäuden durchführbar. Auch die hochkarätig besetzte Jury stellte fest, dass die preisgekrönten Gebäude sehr schöne Beispiele dafür sind, dass sich architektonische Gestaltung und energetische Sanierung problemlos kombinieren lassen. Dank der Kooperation mit der Allgäuer Zeitung konnten wir die Bevölkerung kontinuierlich über den Wettbewerb und die Preisträger informieren und sie dadurch zu weiteren Altbausanierungen motivieren. Nach dem Erfolg dieses Wettbewerbs stehen wir bereits in den Startlöchern für neue öffentlichkeitswirksame Kampagnen.“
Mehr Informationen zu eza! finden Sie unter www.eza-allgaeu.de.
Projektleiterin: Inse Ewen, Bundesverband für Umweltberatung (bfub) e.V.
„Dank der Förderung durch CO2NTRA konnten Energieberater bundesweit in sechs Workshops ihre eigenen Kommunikationsstrukturen hinterfragen und verbessern. In den Workshops ging es darum, die Kommunikation zwischen Energieberatern und sanierungsbereiten Kunden zu verbessern und im Vorfeld auf die anstehenden Herausforderungen hinzuweisen. Aus den Ergebnissen der Workshops wurde der Leitfaden „Kommunikation für Energieberater/innen“ zusammengestellt. Dieser praxisnahe Leitfaden ist inzwischen fester Bestandteil des neuen Verbundvorhabens des Bundesverband für Umweltberatung (bfub) und dem Deutschen Energieberaternetzwerk e.V. (DEN) geworden. Zudem wurde der Kommunikationsleitfaden erfolgreich in die Ausbildung von Klimaschutzberatern des Projekts „Klimaschutz konkret“ integriert, das von der BMU-Klimaschutzinitiative (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) gefördert wird. Der bfub freut sich, mit dem CO2NTRA -Projekt einen Stein ins Rollen gebracht zu haben, der auch nach Projektabschluss immer noch Wellen schlägt.“
Bestellen lässt sich der Leitfaden „Kommunikation für Energieberater/innen“ beim bfub, unter: www.umweltberatung.org
Prof. Dr. Heiner Monheim, Professor für Angewandte Geographie und Raumentwicklung an der Universität Trier und Projektleiter von Radlust:
„Unser Ziel ist die Verdopplung des Radverkehrs innerhalb von fünf Jahren. Dank der Förderung durch die Klimaschutz-Initiative CO2NTRA sind meine Studenten und ich unserer Vision ein Stück näher gekommen. Mit der von uns entwickelten Radlust-Kampagne möchten wir bundesweit die Menschen über das Radfahren aufklären und dafür begeistern. Daher haben wir eine Ausstellung entwickelt, die sich sowohl an ein Fachpublikum, als auch an die breite Masse richtet. Auf unseren Postern zeigen wir informativ und humorvoll zugleich die Vorzüge des Radfahrens. Über 100 Präsentationen haben wir bereits abgehalten und mehr als 600.000 Besucher haben die Ausstellung besucht. Das ist ein großer Erfolg für uns und die Umwelt. Die CO2NTRA -Förderung hat dazu beigetragen, die Radlust-Kampagne bis heute am Laufen zu halten. Mit der finanziellen Hilfe konnten wir neue Poster erstellen, die Reisen zu den Präsentationsterminen finanzieren und die ganze Logistik und Koordination personell bewältigen.“
Wer mehr über das von CO2NTRA geförderte Projekt "Radlust" wissen möchte, kann sich unter www.radlust.info/ informieren.
Prof. Dr. Wolfgang Seiler, Direktor i.R., Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK-IFU), Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, zu CO2NTRA:
"Umdenken und Handeln sind gefragt! Heute wissen wir, dass der Mensch für den Klimawandel hauptverantwortlich ist. Wichtigste Ursache ist der durch den wachsenden Energiehunger bedingte Anstieg der CO2 -Emissionen. Die damit verbundene Zunahme der Umweltkatastrophen wie Hochwasser, Dürren, Hitzeperioden, Waldbrände und Stürme führen uns den Ernst der Lage auf dramatische Weise vor Augen. Mit viel Freude unterstütze ich daher die Klimaschutz-Intitiative CO2NTRA , die SAINT-GOBAIN ISOVER 2005 ins Leben gerufen hat. Die Vielzahl der bei CO2NTRA eingereichten Projektideen verdeutlicht die stetig wachsende gesellschaftliche Verantwortung, unser Klima aktiv zu schützen und gleichzeitig die politische Abhängigkeit von Energieförderländern abzubauen. Die hohe Qualität der durch CO2NTRA geförderten Klimaschutzprojekte sind eine echte Erfolgsgeschichte, die mich begeistert und bestärkt, mich als Vorsitzender des Beirats auch in Zukunft mit Elan und neuen Ideen für die Ziele von CO2NTRA einzusetzen."
Dr. Peter Krause, Ministerialdirektor a.D., ehemaliger Leiter der Abteilung Information und Kommunikation / Neue Technologien im Bundesministerium für Bildung und Forschung, zu CO2NTRA:
„Der Klimabericht der von der UN beauftragten, internationalen Wissenschaftlergemeinschaft ist unmissverständlich: Wenn wir den Prozess der bereits einsetzenden Klimaerwärmung stoppen wollen, müssen sowohl alle Staaten weltweit, als auch jeder Einzelne von uns unverzüglich handeln. Andernfalls drohen die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen irreversibel geschädigt zu werden. Hauptverantwortlich für die Klimaerwärmung ist der immer noch zunehmende CO2 -Ausstoß, vorrangig als Folge steigenden Energieverbrauchs fossiler Energien. Daher sind wir alle aufgefordert, einen Beitrag zu erbringen. Das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten ist groß. Es reicht vom sparsamen Umgang mit Energie über sinnvolle Maßnahmen zur Wärmedämmung bis hin zu staatlich verordneten Regelungen zum Klimaschutz. Besonders wertvoll sind in diesem Zusammenhang Aktivitäten, wie sie von der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG mit ihrer Klimaschutz-Initiative CO2NTRA gefördert werden: Hier kommen innovative Klimaschutzideen unterschiedlichster Ansätze zum Tragen. Deshalb prüfen auch Sie, ob Sie sich hieran mit Ihrer Idee beteiligen möchten.“